Lebensmittelklarheit.de – Lamento bringt nix

“Wir bitten um Ihr Verständnis, wenn unser Portal www.lebensmittelklarheit.de derzeit nur temporär erreichbar ist. Die Server verzeichnen bis zu 20.000 Zugriffe je Sekunde. Wir bemühen uns nach Kräften, das Problem zu lösen.” Das neue Portal lebensmittelklarheit.de, auf dem Verbraucher offensichtlich oder vermeintlich irreführende Angaben zu Lebensmitteln hinterfragen und Unternehmen antworten können, ist am Tag eins seiner Freischaltung kollabiert. Zig meiner Versuche der von der Verbraucherzentralen betriebenen Seite einen Besuch abzustatten sind gescheitert. Wenn es mal so bliebe, wird mancher Kritiker aus der Lebensmittelindustrie insgeheim denken. Wunschtraum. So peinlich der Start für die Betreiber ist: Wenn der Ansturm zum Start ein Zeichen für den Zuspruch der Verbraucher sein sollte, dann bitte warm anziehen, die Bleistifte spitzen und mal kritisch auf die eigenen Verpackungen schauen.  Steht drauf, was drin ist? Jedes Lamento über den neuen Dienst ist völlig überflüssig. Er ist politisch gewollt von der Bundesregierung. Ihn als Internet-Pranger zu kritisieren, ist ja sogar richtig, aber in Zeiten des Web 2.0 die falsche Perspektive. Lebensmittelklarheit.de bündelt und katalysiert, was der Wirtschaft und nicht nur der Lebensmittelindustrie ohnehin ins Haus gestanden hätte: die Wucht der per Social Media organisierten kritischen Öffentlichkeit. Wie war das noch mit den Marken? Geht es da nicht um Vertrauen? Das gewinnt bestimmt niemand, der gegen einen Dienst wettert, der, wenn man es aus Sicht der Verbrauchern betrachtet, eine lange vermisste Transparenz schafft.

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Lindstrom macht den Packard – oder doch nicht?

Von einem Buch aus Ur-Tagen des Marketing hat sich dieses nie wirklich erholt: Vance Packards “Geheime Verführer”. Seit seinem Erscheinen 1957 stehen Marketing und Werbung unter dem Generalverdacht, unterschwellig manipulativ zu sein. Dass sich die Kernvorwürfe später als falsch herausstellten – geschenkt. Nun droht sozusagen Band 2, und zwar in Form des Buchs “Brandwashed” des populären schwedischen Markengurus Martin Lindstrom.

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Wikileaks hijacked Mastercard

Wikileaks wirbt für Unterstützung und bedient sich kreativ bei Mastercard. Die Enthüllungsplattform nimmt den Kreditkartenbetreiber stellvertretend auch für andere Institute hopps. Sie hatten 2010 den Zahlungsverkehr für Wikileaks eingestellt, worauf das Spendenaufkommen einbrach. Gründer und Mastermind Julian Assange steht in Großbritannien unter Hausarrest und ihm droht in Schweden ein Verfahren wegen sexueller Delikte; er versucht die Auslieferung zu verhindern. Seit Beginn der Wikileaks-Blokade durch die Geldhäuser fließt weniger Geld in die Kassen der Wikileaks-Organisation, die unter anderem mit der Veröffentlichung von Dokumenten des US-Außenministeriums für Furore sorgte. Assange kapert die bekannte Mastercard-Werbung, eher um seine Kritik kundzutun als um Spenden einzuwerben. Was er bei seiner Aufzählung von Kosten entgangenen Einnahmen verschweigt, sind die Aufwendungen für den Spot – denn der ist perfekt, technisch. Ob dies aber angesichts der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der richtige Zeitpunkt für moralinsaure Ironie ist – eher nicht.

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Exzellenz und Leidenschaft – was sonst?

“Excellence is our passion”, das ist seit einigen Monaten der Claim zur neuen Corporate Identity des Henkel-Konzerns. Spontan glaube ich das sofort, aus vielen Begegnungen mit Mitarbeitern und Managern des Unternehmens spricht genau das: Exzellenz  ist ihre Leidenschaft. Aber ist es nicht erschreckend, wie austauschbar und nichts sagend viele Unternehmens-Claims am Ende sind? Weiterlesen

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“Hopp Schwiiz” im Markenranking

Wer hat´s erfunden? Die Finnen nicht, wie wir aus der Ricola-Werbung wissen. Die Schweizer. Und das ist den Eidgenossen wichtig, nicht nur beim Lutschbonbon… Weiterlesen

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Nachladen bitte!

Hier mein Editorial aus absatzwirtschaft 7/2011 über E-Commerce, Deutsche Bahn und Lizenzgeschäfte:

Erinnern Sie sich noch an Myworld? Boo? Webvan? Allesamt Geschichten des Scheiterns aus den Anfangsjahren des Internets. E-Commerce zum Abgewöhnen. Für die Geldgeber ein Desaster, für die Nutzer alles andere als ein überzeugendes Einkaufserlebnis. Wer damals innovativ voranschritt, ist oft spektakulär auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.

Die Anfang der 2000er-Jahre geplatzte Dotcom-Blase, sie war auch ein Schlag ins Kontor des E-Commerce. Noch Jahre danach scheuten sich viele Einzelhändler und Investoren davor, das Internetgeschäft konsequent anzugehen.

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“Vertriebsexzellenz”-Studie von absatzwirtschaft und Simon Kucher: Machen Sie mit?

Gemeinsam mit der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners startet die absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing eine branchenübergreifende Studie zum Thema „Vertriebsexzellenz“. Weiterlesen

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Brand Driven Change und Systemcoding – Bücher zum Markenwandel

Markentechnisch steht die Deutsche Telekom heute besser da denn je. In einem mehrstufigen Prozess hat der Konzern ihren für Mitarbeiter wie Konsumenten undurchdringlichen Markendschungel gelichtet. Jetzt leuchtet magentafarben nur noch eine Marke, das “T”, wo früher T-Com, T-Online. T-Mobile, T-Shop, web´n´walk & Co. nicht für Klarheit, sondern für Verwirrung sorgten. Dafür gab es 2010 den Deutschen Marketing-Preis, und 2011 den Marken-Award in der Kategorie Bester Marken-Relaunch. Die Geschichte dieses Wandels hat jetzt Professor Dr. Jürgen Häusler von Interbrand im Auftrag der Telekom aufgeschrieben. Das daraus resultierende Buch “Brand Driven Change” ist bei Hoffmann und Campe erschienen. Keine unabhängige Betrachtung sondern Corporate Publishing, führt es den Leser dennoch sehr lesbar, reich illustriert  und inspirierend durch die Hintergründe dieser strategischen Weichenstellung.

In die Welt der Zeichen nehmen Professor  Gerdum Enders und Dirk Hampel die  Leser mit.  Ihr überaus ansehnliches Buch “Der Zukunftscode – evolutionäre Strategien für Marketing, Design, Technik behandelt die Codes der Marke, die sich in Zeichen und ihrer Bedeutung ausdrücken. Angewandte Semiotik kommt hier zum Tragen, und neben fundierten Einführungen zu Zeichen und Codierung  finden sich in dem Buch innovative Case Studys zu den Marken Leonardo (siehe auch absatzwirtschaft 10/2008), Swatch und dem Kamalaya-Hotel. Außerdem gibt es Tipps zur erfolgreichen Umsetzung. Enders und Hampel stellen Markenführung aus einem ganz eigenen Blickwinkel vor, sehr gut nachvollziehbar sowie lesens- und bedenkenswert. Aus der redundanten Masse der vielen Markenbücher, die kein Mensch mehr braucht, ragt dieses eindeutig heraus. Erschienen ist es im Frühwerk-Verlag.

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Eine Frage der Chemie

Fragen sind nie indiskret, Antworten bisweilen – das wusste nicht nur der irische Schriftsteller Oscar Wilde, sondern das gehört zur gelernten Praxis jedes Journalisten. Was diese Reminiszenz mit dier aktuellen absatzwirtschaft zu tun hat, Lesen Sie hier im Editorial aus Ausgabe 6/2011:

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Schein und Sein

Schein und Sein  – das Editorial aus absatzwirtschaft5/2011: Lippenbekenntnisse landauf, landab. Natürlich, jeder ist drin. Bei Facebook, Twitter und Xing, na klar, und wer international unterwegs ist, auch bei Linkedin.

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